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Kerzenleuchter Silber der Fürsten von Reuß, Doppelwappen, Dresden um 1868!.  Thomas Kern
   
Silberner Kerzenleuchter mit Wappen der Fürsten Reuss, Dresden um 1868, Höhe 24cm


1. Beschreibung:

Silberner Kerzenleuchter aus dem fürstlichen Hause Reuß!

Beschauzeichen bz: Dresden, Meisterzeichen wohl «af». Silber punziert, passig geschweifter, profilierter sowie gewölbter Stand. Balusterschaft, Tülle in Vasenform. Wandung mit Muschelreliefdekor.

Bekrönt mit Wappengravur zweier Fürstenhäuser; bei einem davon handelt es sich um das fürstliche Haus Reuß (siehe Foto 2). Das zweite konnte noch nicht zugeordnet werden; es ist geviert, 1 und 4 jeweils mit halbseitigem Adler, 2 und 3 schreitender Löwe nach links. Mittelschild mit Fürstenkröne und Lorbeerblatt (evtl. Fürsten Wrede? ).

Unterseite mit Filzresten; unterer Teil ist gefüllt.

Höhe: ca. 24Cm


2. Zustand:

Insgesamt guter Gesamtzustand! Mit Gebrauchsspuren, leicht verkratzt, Wachsresten, etc. Am oberen Teil befindet sich ein kleiner Riss (siehe Foto); kleinere Bruchstücke davon befinden sich im Inneren des Leuchters («klappern»). Der Leuchter wurde nicht gereingt und befindet sich noch im Originalzustand. Insgesamt ein äußerst interessantes und seltenes Sammlerstück aus dem fürstlichen Hause Reuß!


3. Erklärung:

Bei dem hier angebotenem Silberleuchter aus fürstlichem Besitz handelt es sich um ein Original aus dem 19. Jahrhundert. Dieser Artikel ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

4. Hintergrundinformationen Fürsten Reuß:

Das Haus Reuß ist ein ehemaliges Herrschergeschlecht, das ursprünglich das Ministerialenamt der Vögte im nach ihnen benannten Vogtland, im Osten des heutigen Bundeslandes Thüringen, ausübte.

Die thüringische Familie siedelte schon vor der Mitte des 12. Jahrhunderts in das Sorbenland der mittleren und oberen Weißen Elster über. Hier bauten sie mit Rodung und Siedlung und in Wahrnehmung von Reichsaufgaben eine größere Herrschaft auf. Die Vögte stiegen rasch in den Herrenstand auf, Kaiser Ludwig der Bayer bestätigte ihnen 1329 fürstengleichen Rang. Sie wurden 1673 zu reichsunmittelbaren Grafen und (je nach Linie) ab 1778 (1790 bzw. 1802) Zu Reichsfürsten. Die Dynastie regierte in diversen Linien und Unterlinien verschiedene, zerteilte Gebiete; um 1700 gab es zehn reußische Grafschaften beider Hauptlinien. Noch bis zur Novemberrevolution 1918 bestanden als souveräne Bundesstaaten des Deutschen Kaiserreichs das Fürstentum Reuß älterer Linie mit der Landeshauptstadt Greiz und das Fürstentum Reuß jüngerer Linie mit der Landeshauptstadt Gera.

Zwar sind die vormals regierenden Linien inzwischen im Mannesstamm erloschen (die ältere in Greiz 1927, die jüngere in Gera 1945); von letzterer hatte sich aber 1692 die nicht-regierende Nebenlinie Reuß-Köstritz abgespalten, die 1806 ebenfalls in den Reichsfürstenstand erhoben wurde. Diese Linie existiert als derzeitiges Haus Reuß noch heute; „Chef des Hauses“ ist Heinrich XIV. Fürst Reuß (* 1955).

Wappen:
Am 15. Dezember 1294 erteilte im Feldlager zu Borna Pfalzgraf Rudolf bei Rhein und Herzog von Bayern den Vögten Heinrich dem Älteren und Heinrich dem Jüngeren von Plauen, sowie den Vögten von Weida und Gera einen förmlichen Wappenbrief, worin er sagt, dass die Vorfahren der Vögte Schild und Banner von seinen, des Herzogs Vorfahren erhalten hätten. Der pfalzgräfliche Löwe ist seit 1230 nachweisbar, seit ca. 1240 Gekrönt. Das erste Wappensiegel der Vögte von Weida ist von ca. 1240-44, Alle früheren Siegel sind Gemmen. Die Verleihung von Wappen und Banner müsste also in diese Zeit fallen. Den eigentlichen Ursprung dürfte der Löwe von den Grafen von Everstein haben, die das gleiche Wappenbild (auch gleiche Helmzier) führten, nur in anderen Tinkturen (silbern-blau): Die Herrschaft Plauen gehörte 1122 den Grafen Everstein, 1236 erscheint Plauen zum ersten Mal im Besitz der Vögte von Weida. Eine Linie nannte sich danach Vögte von Plauen, mit Blauen als eversteinischgem Lehen. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass das eversteinische Wappenbild (der Reussen) die pfalzgräflichen Tinkturen erhielt, vielleicht um 1261, als die Vögte von Weida, Gera und Plauen mit dem Vater des Pfalzgrafen Rudolf ein Kriegsbündnis abgeschlossen hatten. Erst 1370 wechselt die Helmzier der Linie Gera zum Brackenhaupt, das sie evtl. Dem Haus Zollern verdankt, das Recht zu dieser Helmzier 1317 erkauft hatte (die silbern-schwarze Tinktur würde dafür sprechen). Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Brackenhaupt von den Linien Reuss und Plauen ebenfalls übernommen. Das Stammwappen zeigte dann in Schwarz einen rot-gekrönten und -bewehrten goldenen Löwen. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein von Silber und Schwarz gespaltener Brackenrumpf. Dieses entspricht dem Wappen der Vögte von Plauen, mit denen die späteren Grafen und Fürsten von Reuß eines Stammes sind. (Quelle: Wikipedia)
Kerzenleuchter Silber der Fürsten von Reuß, Doppelwappen, Dresden um 1868!
Antiker Kunstobjekte,  Tafelkunst
24 Zm  /   9.4 Zoll
Materialien: Silber  /   Herkunft: Deutschland  /   Authentizität: Original  /   Periode: 19.Jh.  /  
 
gepostet: 14 Januar, 2017 / bearbeitet: 14 Januar, 2017
Copyright Thomas Kern

 
Kerzenleuchter Silber der Fürsten von Reuß, Doppelwappen, Dresden um 1868!
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Thomas Kern
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