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Erläuterung #1 zu meiner Kunsttheorie

Hajo Horstmann gepostet: 18 August, 2017 / bearbeitet: 20 November, 2017
Erläuterung #1 zu meiner Kunsttheorie
Was sind die «Modalitäten der menschlichen Existenz» ?

Damit sind die Bedingungen und Bedingtheiten externer und interner Art gemeint, die der Mensch in seinem Leben als gegeben vorfindet und wahrnimmt. Zum Beispiel:

Extern: Raum, Zeit, Materie, Masse, Form, Struktur, Oberfläche, Farbe, Licht, Schatten, Schwerkraft (Gravitation), Standort-Gebundenheit der Sicht auf die Dinge, Flüchtigkeit des «Augenblicks»

Intern: die durch unsere Gene gesteuerte Anatomie und Physiologie des Körpers, neuronale Strukturierung des Denkens und Fühlens, Sexualität, Instinkte, gesellschaftliche Zwänge (Rituale, Tabus, Tradition, Spielregeln), Ohnmacht vor dem Schicksal, vor dem Tod, das eigene Ich.

Wie kann ich mich - zum Beispiel als visueller Künstler - durch Schaffung eines Werks vom Joch einiger Modalitäten befreien? Beim Zeichnen und Malen werden die Volumina auf dem Bildträger längs der Seh-achse auf die Dicke der Farbschicht komprimiert. Die Modalität Raum wird zur Fläche umgewandelt. Der Maler generiert damit neue Beziehungen zwischen den Bildelementen = ein blauer Fleck grenzt unmittelbar an einen Baumstamm. (Nichts liegt dem Auge näher als der Himmel. Dieser ist eine Luftsäule, die vor der Linse seines Auges beginnt. ) Der Künstler hat die Freiheit, die Modalität «Farbe» der Objekte nach eigenem Gusto zu verändern oder ganz in Schwarz/Weiß darzustellen. Mit seinem Bild fixiert er einen flüchtigen Augenblick und «reißt ihn aus der Zeit» (Arthur Schopen-hauer). Durch Wahl eines geeigneten Standpunktes ist der Landschaftsmaler in der Lage, eine Sicht auf seine Umgebung zu schaffen, die ein Fotograf niemals mit einem e I n z I g - e n Foto bannen kann. Er kann Schatten weglassen und Lichter anders setzen als in der Natur vorgegeben. Als Maler/Zeichner/Plastiker kann der Künstler die Form/die Oberfläche der Objekte frei gestalten und sich über diese Modalitäten hinwegsetzen. - Das ist die fast grenzenlose Freiheit des visuellen Künstlers, seines Kunstwerks!

Literatur: mein Buch «Akt als Skulptur und Zeichnung» (2003), Erlangen. Monoceros Verlag. Isbn 3-9337-23-02-7

Hajo Horstmann, Erlangen, Deutschland; 18-8-2017.3:30
+49 (0)9131-52918
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Mehr Informationen: www.aktaquarell.de

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